Gebühren für Girocard im Handel ab Oktober frei verhandelbar

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Quelle: Wikipedia

Bisher galt: Bezahlt man als Kunde im Einzelhandel mit seiner EC-Karte bzw. mit seiner Girocard, dann wird eine Gebühr in Höhe von 0,3 Prozent erhoben. Diese Gebühr erhält das jeweilige Kreditinstitut. Je Zahlung mit der Girocard werden dabei mindestens 8 Cent fällig. An Tankstellen ist dieser Satz, den die Banken erhalten, individuell ausgehandelt und häufig niedriger.

Spätestens ab Oktober gilt: Die Gebühr wird zwischen Händler und Kreditinstitut frei verhandelt. Die Banken schaffen die einheitliche Gebühr ab, nachdem diese vom Bundeskartellamt als Wettbewerbsbeschränkung gerügt wurde.

Niedrigere Gebühren

Nun wird damit gerechnet, dass die Gebühren insgesamt aufgrund des Wettbewerbs zwischen den Banken sinken werden. Und da auch die Einzelhändler in einer Wettbewerbssituation stecken, rechnet man zudem damit, dass diese niedrigeren Gebühren auch an die Endkunden weiter gegeben werden. Durch die frei verhandelbaren Gebühren soll also der Wettbewerb zwischen den Banken und zwischen den Händlern weiter belebt werden. Und ein freier Wettbewerb ist ja das, wofür sich das Bundeskartellamt einsetzt und stark macht.

Sonderkonditionen für Mineralölkonzerne

Handelsketten und auch Mineralölkonzerne, die die Tankstellen betreiben, haben ohnehin schon in der Vergangenheit ihre eigenen Konditionen mit den Kreditinstituten ausgehandelt. Das konnten sie, weil sie eine entsprechende Marktmacht aufweisen und an Tankstellen ausgesprochen häufig mit einer Girocard – wie sie zum Beispiel auf dieser Seite angeboten wird – bezahlt wird. Ein Geschäft, das sich die Banken nicht entgehen lassen wollen und daher zu Zugeständnissen gegenüber den Mineralölkonzernen bereit sind. Nun können auch alle anderen Händler mit den Banken über niedrigere Gebühren verhandeln. Je größer dabei die Marktmacht des Händlers ist, umso niedriger dürften die Gebühren sein, die der einzelne Händler mit den jeweiligen Banken dann aushandeln kann.

20% aller Einkäufe werden mit einer Girocard bezahlt

Die Umstellung auf das System der frei ausgehandelten Gebühren soll bis Oktober erfolgt sein. Aktuell werden rund 20 Prozent aller Einkäufe im Einzelhandel mit einer Girocard bezahlt – insgesamt waren das im vergangenen Jahr mehr als 2,5 Mrd. Einkäufe, die per Girocard getätigt wurden. Wer ein Girokonto eröffnet, erhält in den meisten Fällen eine Girocard, mit der man am Automaten kostenlos Bargeld abheben kann oder im Handel bezahlen kann. Bei vielen Banken ist die Girocard mit dem entsprechenden Girokonto kostenlos.

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