Banken verschleiern ihre Gebühren

Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit: Man hat ein Girokonto, eine entsprechende Bankkarte und kann kostenlos an den bankeigenen Geldautomaten Geld abheben – Kunden der Sparkasse an allen Sparkassen-Automaten, Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken an ihren Automaten, viele Kunden anderer Banken an den zusammen geschlossenen Banken der Cash Group. Gebühren fallen immer dann an, wenn man bei einer jeweils anderen Bank das Geld abhebt.

Doch das ändert sich nun – leider nicht zum positiven: Immer mehr Banken kündigen an, bald für das Abheben von Bargeld auch an den eigenen Automaten Gebühren zu nehmen. Die ersten Banken haben damit bereits begonnen, mitunter ohne die neuen Gebühren allzu transparent zu deklarieren.

Ein beliebtes Mittel ist es, dass die ersten fünf Abhebungen in einem Monat noch kostenlos sind, dass danach dann aber Gebühren fällig werden – hier kann der Kunde mit ein wenig Geschick und Planung die Gebühren weiterhin unten halten. Einzelne Banken versuchen indes, die Gebühren nicht offen zu benennen. Und so finden Kunden die Gebühren nicht im Preisaushang, der zumeist in der Nähe eines Geldautomaten zu finden ist. Vielmehr werden die Gebühren unauffällig in der Liste für einzelne Buchungsposten aufgeführt. Banken, die das tun, gleichzeitig aber damit werben, dass man ihnen vertrauen könne, sollten durch die Kunden auf den Prüfstand gestellt werden: Immerhin ist der Wechsel eines Girokontos heute leicht und unkompliziert durchzuführen.

Andere Banken gehen noch weiter: Das Preisverzeichnis ist online nicht zu finden oder in den FAQs tauchen Begriffe wie Geldautomat erst gar nicht auf. Damit wird es Kunden erschwert, den Überblick darüber zu gewinnen, welche Gebühren denn nun tatsächlich erhoben werden – dabei müssten die Banken diese Transparenz sicher stellen; zumal diese Dienste bei vielen von ihnen bislang kostenfrei waren. Werden nun Gebühren berechnet, so hat jede Bank sicher ihr gutes Recht dazu, sollte den Kunden aber fair, offen und transparent darüber informieren. Leider sieht das in der Praxis zu oft anders aus…

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