Warum ein Bankkonto in der Schweiz so beliebt ist

Der Ruf der Schweizer Banken hat in der jüngeren Vergangenheit gelitten – Weniger der Ruf der Banken als der Ruf der Menschen, die ein Bankkonto in der Schweiz haben. Ein Schweizer Bankkonto steht noch immer für Sicherheit und für hohe Seriosität und Verschwiegenheit. Und diese Verschwiegenheit wurde in den vergangenen Jahrzehnten von vielen Menschen genutzt, um zumindest einen Teil ihres Vermögens am Fiskus vorbei auf dem Konto zu lagern. Aktuell ist Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München, im Fokus der Staatsanwaltschaft, weil er unversteuertes Geld auf einem Konto in der Schweiz geparkt haben soll.

Seitdem die Finanzbehörden einiger Bundesländer – unter anderem des Landes Nordrhein-Westfalen – Daten aufkaufen, in denen ersichtlich wird, welche Person welches Konto mit welchem Vermögen führt, haben die Selbstanzeigen von sogenannten Steuersündern massiv zugenommen. Allein in Nordrhein-Westfalen verzeichnete man in diesem Jahr schon viermal so viele Selbstanzeigen wie noch im vergangenen Jahr. Seit 2010 gab es in dem Bundesland schon mehr als 9.000 Selbstanzeigen.

Nicht nur in Deutschland ist ein Schweizer Bankkonto – allein wegen der räumlichen Nähe – beliebt. Auch in den USA weiß man die Vorzüge eines Schweizer Bankkontos durchaus zu schätzen. Der Ruf eines Schweizer Bankkontos ist aber auch dort negativ behaftet. Im Wahlkampf der letzten US-Präsidentenwahl geriet der Kandidat der Republikaner, Mitt Romney, in die Kritik, weil öffentlich wurde, dass er über ein Schweizer Bankkonto verfügt. Allein der Besitz eines Kontos in der Schweiz wurde in den USA mit unsauberen Geschäften in Verbindung gebracht.

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