Bis 10%: Girokonten mit den günstigsten Dispo-Konditionen

ZinsenDer Leitzins liegt im Euroraum schon seit langem auf ausgesprochen niedrigem Niveau. Das hat zur Folge, dass Banken ihren Kunden für eingezahltes Guthaben kaum relevante Zinsbeträge ausschütten. In vielen Fällen können die Zinsen noch nicht einmal die Geldentwertung ausgleichen.

Banken gewinnen Kunden daher nun schon seit längeren durch Wechselprämien anstatt durch gute Zinseträge. Für die Eröffnung eines Girokontos werden Kunden von vielen Anbietern attraktive Guthaben gutgeschrieben. Dabei gilt das Girokonto häufig nur als „Einfallstor“ für weitere Geschäfte. So kassieren viele Banken üppige Zinsen für den Dispokredit, der an ein Girokonto gebunden ist.

Wer ein Girokonto eröffnet, erhält in den meisten Fällen auch einen Dispokredit. Die Höhe des Dispokredits hängt von den monatlichen Geldeingängen und finanziellen Verpflichtungen ab. Ist das Guthaben auf dem Girokonto aufgebraucht, kann der Kunde dann dennoch weiter im Rahmen des Dispokredites Transaktionen tätigen. Und bei den Zinsen für den Dispokredit schlagen viele Banken zu: Hier werden nicht selten Zinsen von zehn Prozent oder mehr verlangt, die durch die aktuellen Begebenheiten am Markt eigentlich nicht gerechtfertigt sind. Noch teurer wird es, wenn man als Kunde auch noch den Disporahmen mehr als ausschöpft und überzieht: Dann werden mitunter Zinsen von 15 Prozent und mehr fällig. Seitens der Banken wird argumentiert, dass der Zins für die Überziehung des Kontos so hoch sein müsse, da die Kredite und ihre Rückzahlungen im Vergleich zum Ratenkredit schwer zu planen seien. Aktuell ist es in Planung, dass Banken Kunden in Zukunft darüber informieren müssen, welche Kreditmöglichkeiten eine günstigere Alternative zum Ratenkredit darstellen.

Günstigere Dispo-Konditionen bei Direktbanken

Vor allem regionale Anbieter wie Sparkassen oder Volksbanken verlangen nach wie vor relativ hohe Zinsen für den Dispokredit. Online-Banken (Direktbanken) agieren da schon günstiger.

Zu den Konten, die online geführt werden und bei denen relativ niedrige Dispozinsen (unterhalb von zehn Prozent p. a.) verlangt werden, gehören Stand Juli 2016:

Ein Dispokredit kann trotz der relativ hohen Zinsen für manche Kunden dennoch nützlich sein. Das gilt vor allem für Bankkunden, die ab und an einmal das Konto zum Ende des Monats überziehen und es dann zu Beginn des kommenden Monats sofort wieder ausgleichen. Für diesen Fall bietet ein Dispokredit eine einfache und unkomplizierte Möglichkeit, liquide zu bleiben.

Foto: Marco2811 / Fotolia

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