Der Kontowechsel: Schwieriger als gedacht

Das sogenannte Zahlungskontengesetz ist seit weniger als einem Jahr in Kraft. Es regelt vor allem, dass Banken bei einem Kontowechsel der Privatkunden miteinander kooperieren sollen, um den Kontowechsel zu erleichtern und bürokratische Hemmnisse zu reduzieren.

Die Stiftung Warentest, bzw. der Finanztest, hat den Praxistest gemacht und hat dabei festgestellt, dass das Alles doch nicht so einfach ist, wie vom Gesetzgeber vorgesehen. Hierzu wurde bei drei Banken testweise ein Kontowechsel ausprobiert. Das Ergebnis ist ernüchternd. Weder bei der DKB noch bei der Berliner Sparkasse noch bei der comdirect Bank gelang es, dass der Wechsel wie vorgesehen innerhalb von zwölf Tagen über die Bühne gebracht wurde. Auch bei Überweisungen und Lastschriften gab es hier und da Probleme, da nicht alle automatisch in Richtung des neuen Kontos transferiert worden waren.

Kontowechsel selbst in die Hand nehmen?

Auch wenn viele Banken mit ihrem Kontowechsel-Service werben, sollten Kunden ihren Wechsel selbst organisieren oder zumindest die Arbeit der Bank kontrollieren, damit es zu keinen unnötigen Komplikationen kommt. Ob die gemachten Erfahrungen und die Stichprobengröße alleine ausreichend sind, allgemeine Schwierigkeiten beim Kontowechsel flächendeckend und grundsätzlich zu attestieren, darf allerdings bezweifelt werden.

Das Gesetz, das Banken dazu verpflichtet, den Kontowechsel zu vereinfachen, dient vor allem dazu, die finanzielle Mobilität von Privatpersonen zu steigern. Allerdings lässt sich auch beobachten, dass Privatkunden ihrer Bank häufig treu bleiben, auch wenn es bei anderen Banken attraktive Wechselprämien oder günstigere Konditionen gibt.

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